Einwanderung löst mehr Probleme als sie schafft

In der Berner Zeitung BZ schreibt Peter Jost über die Probleme, die die sogenannte Masseneinwanderung mit sich bring. Ausländer beziehen angeblich mehr ALV und mehr Sozialhilfe als Schweizer. Er fordert eine Risikoprämie bei der ALV für die Ausländer.
Das ist arrogang, anmmassend und selbstherrlich. Wer Schweizer ist und wer nicht definiert ein rotes Büchlein. Die Schweiz hat nur soviele Nichtschweizer, weil sie die strengsten Einbürgerungsverfahren in Europa hat. Die Schweiz mag eine Insel sein, aber keine im Ozean. Es gibt keine einheimische Rasse, Eingeborene, die schon immer auf diesem Fleck mitten in Europa lebten. Es ist ein Land mit Einwohnern und Bürgern. Und diese Einwohner und Bürger sind unabhängig von der Herkunft oder der Herkunf ihrer Eltern Menschen. Menschen, die hier leben, arbeiten und wohnen. Viele von ihnen sind hier, weil wir sie aus Mangel an eigenen Arbeitskräften oder in gewissen Branchen ausgebildeten Fachkräfte hergeholt haben.
Sie im Bereich der Sozialversicherungen anders zu behandeln, als diejenigen die schon länger hier sind, ist nicht nur unfair, sondern auch gefährlich. Denn würden solche Forderungen durchgesetzt, kämen morgen Risikoprämien für ganz andere Gruppierungen. Für Alte, für Dicke, für die mit braunen Augen usw.

Wir brauchen Menschen diesem Land. Menschen, die mehr können als einen Bauernhof bewirtschaften oder einen Bankschalter bedienen.
Ich war zwei Wochen im #USZ. Ich war in den Händen von Holländern, Deutschen, Türken, Brasilianern, Afrikanern, Tamilen und x anderen Nationen. Auf allen Ebenen von den Ärzten bis zur Pflege. 8000 Leute aus allen möglichen Nationen sorgen da, dafür, dass man Behandlung, Pflege und Essen bekommt. Sie sorgen dafür, dass der Lift funktioniert und die Heizung läuft, ja sogar, dass ich den Luxus eines Internetanschlussess in Anspruch nehmen konnte.
Ich habe sie täglich gesehen, beim pflegen, putzen, versorgen und heilen.
Und ich war in guten Händen.
Hätte ich darauf gepocht nur von Schweizern behandelt und gepflegt zu werden, wäre ich jetzt blind und eventuell schon tot.
Seien wir doch froh, dass diese Ausländer überhaupt noch in dieses von Alltagsrasissmus geprägte Land kommen und uns hier so manches abnehmen, was wir entweder – auch das muss mal gesagt werden – nicht können oder nicht tun wollen.
Die „Masseneinwanderung“ ist ein Befindlichkeitsproblem und nicht mehr.
Die Initiative am 9. Februar anzunehmen, hätte schwerwiegende Folgen. Von der Grundversorgung in den Spitälern über die Pflege in den Altersheim bis hin zu eher unbedeutenden Annehmlichkeiten des Alltags. Und es würde jeden Einzelnen irgendwo irgendwann treffen.

Darum NEIN ZUR MASSENWEINWANDERUNGSINITIATIVE am 9. Februar

Advertisements

Über eidgenossin

Ich bin Jahrgang 63, Wissens-und Bildungsjunkie, Bezügerin eine Invaldienrente wegen chronischer Krankheit (Clsuter-Headaches) Meine Fachgebiete sind Sozialversicherungsrecht. Ich war früher Projektleiterin der Aids-Hilfe-Schweiz und leitete das Projekt APiS. Es wurde 2012 20 Jahre alt und existiert noch immer. Ich gehe mit offenen aber auch kritischen Augen durch die Welt und habe ein fast fotografisches Gedächtnis
Dieser Beitrag wurde unter Blog abgelegt und mit , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s