Ein religionsfreies 2013 wünsche ich Euch

Die Welt ist auch 2012 noch ein Stückchen puritanischer geworden und statt Wissen, sollen die Leute wieder glauben. An Wunder an einen Gott, Hauptsache an etwas, das mit Heilsversprechen aller Art verbunden werden kann. Egal ob im Diesseits oder im Jenseits. Es ist nur ein für ein paar Auserwählte erreichbar. Auserwählt von eben Gott oder weil sie sich genug angestrengt, genug geglaubt haben. Damit soll allen ein illusorische Hoffnung gemacht werden, es könne irgendwann irgendwie auch für sie erreichbar sein, das Heil und das Glück. Damit hält man die Massen von echtem Wissen und den eigenen Futtertrögen fern und wäscht sich gleichzeitig die Hände in Unschuld. Wer es nicht geschafft hat ist selber schuld, hat seine Chance – eine, die er oder sie vielleicht nie hatten – nicht gepackt, sich nicht genug angestrengt, nicht genug geglaubt. Zufall, Glück und eine durch Umfeld vorgegebene Strukturelle Sicherheit, sowie Bildung und ein intaktes soziales Umfeld oder nur die Tatsache der „richtigen“ Herkunft werden als Erfolgsfaktoren negiert.
Religionen haben es so an sich, ihre Gläubigen mit Versprechen an sich zu binden, die nie eingelöst werden müssen, für die immer mehr im Dienste der jeweiligen Religion, ob spirituell, philosophisch oder politisch getan werden muss, um einer Fata Morgana hinterherzujagen, die nie erreicht werden kann.
Religionen und Ideologien sind die beste Marketingstrategie der Marktwirtschaft, die sich am puritanischen Anglo-Amerikanischen Kulturkreis orientiert. Die damit einhergehenden Forderungen nach Askese, den ganzen Verboten, der Lustfeindlichkeit und der naturwissenschaftlichen angehauchten Normierung des Individuums bzw. der Ächtung jedems, das davon abweicht, hat mit „liberal“ nichts, aber gar nichts zu tun. Es ist nur der Versuch ein neues Feudalwesen einzuführen. Dazu wird viel Geld eingesetzt, um Medien und öffentliche Meinung zu beeinflussen. Statt Humanistsische Aufklärung, statt Wissen, wird mit Hilfe von Pseudowissenschaften die Verdummung der Gesellschaft, die Rückkehr zum Aberglauben vorangetrieben. Und da jede Religion Sünder braucht, die zeigen, wo man landet, wenn man dem Glauben nicht folgt, werden mit ebenso viel Aufwand und Mitteln Sündenböcke in Form von Randgruppen geschaffen, wiederum dazu dienen, dass sich die Frustrierten nicht an die Religionsführer, sondern die vvermeintlich schwarzen Schafe in den eignen Reihen halten. So schützt man sich gleichzeitig vor Wut derer, die irgendwann festgestellt haben, dass das Heil trotz aller Gebete, Mantras und der Einhaltung sämtlicher Regeln nicht eintritt.

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Über eidgenossin

Ich bin Jahrgang 63, Wissens-und Bildungsjunkie, Bezügerin eine Invaldienrente wegen chronischer Krankheit (Clsuter-Headaches) Meine Fachgebiete sind Sozialversicherungsrecht. Ich war früher Projektleiterin der Aids-Hilfe-Schweiz und leitete das Projekt APiS. Es wurde 2012 20 Jahre alt und existiert noch immer. Ich gehe mit offenen aber auch kritischen Augen durch die Welt und habe ein fast fotografisches Gedächtnis
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